Dienstag, 16. Mai 2017

Erinnerungen festhalten: Fotobuch-Test von Saal Digital*


Die Sehnsucht nach dem analogen 


Fotos sind mir als Erinnerungen super wichtig und wie weh es tut die zu verlieren weiß jeder, dem mal eine Festplatte mit nur digital vorhandenen Fotos kaputt gegangen ist...
Das ist wie ein großes Loch im Herzen. 

Seit dieser schmerzlichen Erfahrung wünsche ich mir ein bisschen das analoge Zeitalter zurück. Da wurden die Filme zum Fotografen gebracht und allesamt entwickelt um überhaupt erst zu sehen, wie die Fotos geworden sind und die schönsten wurden anschließend in Alben eingeklebt, die ich heute noch wie meine Schätze hüte. Und heute? Da knipsen wir munter vor uns hin, ziehen die Fotos auf den Computer und nehmen uns vor, die allerschönsten entwickeln zu lassen und kommen irgendwie doch nicht dazu, sodass sie schließlich nicht mehr sind als eingenommenes Datenvolumen auf Festplatten. 
Mal ehrlich, wann schauen wir uns diese Fotos an?

Auf die Innenseite des Covers habe ich nachträglich einen großen Kuvert eingeklebt, in dem unsere Eintrittskarten und Tickets Platz finden.

Sag niemals NIE (wieder)...


Als mich meine Patentante nach dem Abitur zu unserer ersten gemeinsamen Reise einlud, bedankte ich mich anschließend mit einem von mir erstellten Fotobuch bei ihr. Schon in diesem Buch steckte so viel Zeit und Arbeit, dass ich mir geschworen hatte, NIE WIEDER so ein Fotobuch zu gestalten. Doch über dieses Geschenk hatte sich meine Patentante so riesig gefreut, dass sie direkt nach dem Buchen unseres diesjährigen Urlaubes anmerkte, wieder so ein tolles Fotobuch von der Reise bekommen zu wollen.

Kurz darauf wurde ich auf die Test-Aktion von Saal-Digital aufmerksam und bewarb mich kurzerhand mal. Keine zwei Stunden später hatte ich die Teilnahmebestätigung im Mailfach und musste erst nochmal zurück schreiben, dass die Fotos für das Fotobuch noch gar nicht gemacht sind - Holla! Aber jetzt musste ich wohl wirklich ein zweites mal ran... 



Die Erstellung des Fotobuches


Wir verbrachten wunderschöne neun Tage auf der Kanareninsel Lanzarote und natürlich war mein Kamerarucksack mit im Gepäck. Ich hatte mir schon vorher überlegt, dass ich das Fotobuch wieder Tagebuchartig aufbauen möchte und sah zu, die wichtigsten Momente jedes Tages und das drum herum einzufangen. Es kamen knapp 1200 Fotos zusammen von denen ich etwa 200 in Lightroom bearbeitete und nachher 120 für das Fotobuch auswählte. Ich entschied mich aufgrund der Möglichkeit der Doppelseitig angelegten Panoramabilder für ein Hardcover-Fotobuch im hochkantigen A4-Format. Mit der SaalDesignSoftware wurde das Buch dann gefüllt.


Die SaalDesignSoftware

Die Software steht als Download zur Verfügung und kann auch offline genutzt werden. Zunächst entscheidet man sich für das Format des Fotobuches. Danach stehen zahlreiche Layouts für unterschiedlichen Anzahlen an Bildern pro Seite zur Verfügung. Bilder und Textfelder können jedoch auch frei platziert werden oder bei vorgegebenen Layouts verschoben werden. Etwas anstrengend fand ich, dass eingefügte Bilder sich nicht einfach in ein anderes Collagefeld verschieben ließen, sondern erst wieder aus dem einen Feld rausgelöscht und dann neu in ein anderes eingefügt werden mussten. Nicht so förderlich für den Workflow, denn gerade bei Collagen schiebt man ja schon gerne einige male hin und her bis wirklich alles stimmig ist. Nach einer kurzen Einarbeitungsphase erfolgte die Handhabung des Programmes aber recht intuitiv. Positiv hervorzuheben ist, dass sich weitere Seiten in zwei Seiten-Schritten (Doppelseite) hinzufügen lassen und man dadurch an kein festes Kontingent gebunden ist. Der Preis des Buches ist unten rechts im Fenster immer transparent. Etwas eingeschränkt empfand ich die Auswahl an Schriften. Profis können das Fotobuch aber in einem Bildbearbeitungsprogramm, wie Photoshop oder Lightroom, bearbeiten und sollten dann mehr Möglichkeiten haben. Ich habe jedoch nur die SaalDesignSoftware genutzt.


Mein Ergebnis unter der Lupe


Der Einband

Vier Werktage nach Erteilung des Auftrages kam mein Fotobuch in einem festen Kartonumschlag an. Leider nicht fest genug, sodass mein Einband an einer Stelle leicht eingedrückt wurde (siehe Bild). Davon abgesehen überzeugte das Fotobuch äußerlich auf ganzer Linie. Mit 60 Seiten ist das Buch ein dicker Schinken geworden, der mich richtig stolz machte. Obwohl ich den seidig matten Einband auch sehr schön gefunden hätte, bin ich froh mich für den glänzenden entschieden zu haben. Er ist einfach viel unempfindlicher gegen Fingerabdrücke, Kratzer und Knicke beim Aufschlagen des Buches.

Der Einband hat leider einen kleinen Transportschaden. Luftpolsterfolie hätte dies wahrscheinlich verhindert.

Die Layflat-Bindung

Ein schlagendes Kriterium für die Fotobücher von Saal-Digital wären auch ohne Test-Aktion die festen, sehr wertig wirkenden Seiten und die geniale Layflat-Bindung für mich. Damit liegen die Seiten des Buches komplett flach nebeneinander, sodass Fotos auch über beide Seiten gehend gelegt werden können. Besonders toll ist diese Möglichkeit bei Panoramafotos. Darüberhinaus lassen sich die Fotos aber noch vielfältiger anordnen, sodass jede Seite ganz anders aussehen kann. 

Panoramafoto vom Nationalpark Timanfaya über die Falz gedruckt


Bildqualität 

Saal-Digital wirbt mit einer optimalen Farbwiedergabe, da war meine Erwartung an eine perfekte Darstellung meiner Fotos ziemlich hoch. Ich entschied mich für das matte Fotopapier, da mich die Vorstellung von Fingerabdrücken auf glänzendem Papier so gruselte. Beim aufschlagen des Buches war ich allerdings etwas enttäuscht. Zuerst dachte ich, ich hätte im Export der Fotos aus Lightroom einen Fehler gemacht, denn alle Aufnahmen sind im Vergleich mit den farbintensiven Fotos auf dem Bildschirm wie mit meinem Grauschleier überzogen. Ich hatte die Fotos jedoch extra für mattes Fotopapier optimiert exportiert - eigentlich richtig?! Traurig machte mich das vor allem bei dem Panoramabild aus dem Nationalpark Timanfaya oder dem des landenden Flugzeuges. Diese kommen leider nicht so mega *geil* rüber, wie auf dem Bildschirm meines MacBooks. Es ist eben ein Abdruck und kein hinterleuchteter Bildschirm, aber die Vorstellung, die Bilder so im Regal stehen zu haben war schon schön... Trotzdem ist die Bildqualität mächtig gut. Schattierungen und Farbübergänge kommen sehr klar rüber. Aber Luft nach oben ist ja immer oder?




Mein Fazit

Ich habe wahnsinnig viel Zeit in dieses Buch investiert und hätte mich tierisch geärgert, anschließend ein minderwertiges Ergebnis in den Händen zu halten. Bis auf den leicht beschädigten Einband ist alles was ich hier bemängelt habe "Meckern" auf verdammt hohem Niveau und eher den extrem hohen Erwartungen geschuldet, weil ich von Saal-Digital schon viel positives gehört habe. Die Fotobücher von Saal gehören definitiv zur Spitzenklasse, aber Luft nach oben ist doch immer!

Wie ich anfangs schrieb, habe ich das Fotobuch für meine Patentante erstellt und es ihr geschenkt. Weil sich die Arbeit aber definitiv gelohnt hat und es einfach eine wunderschöne Erinnerung ist, werde ich das Buch für mich nochmal bestellen. Eventuell werde ich dann trotz Fingerabdrücken glänzendes Fotopapier wählen, dass soll die Farbintensität erhöhen. Bei so kontrastreicher Landschaft wie der von Lanzarote aber wohl die bessere Wahl.

Preis und Leistung von Saal-Digital sind definitiv konkurrenzfähig. 60 Seiten hätten* mich jetzt 60,55 Euro zzgl. Versand gekostet. Also gut 2 Euro pro Doppelseite mit dem riesen Vorteil gegenüber anderen Anbietern, dass diese einzeln erweitert werden konnten. Darf ich außerdem nochmal dieses wahnsinnig tolle Fotopapier erwähnen? Es ist so fest, dass ich bedenkenlos mit einem Kleinkind in dem Buch blättern könnte, da wird nichts verknicken! 



Meine Patentante hat sich auch über das zweite Fotobuch unserer Reisen wahnsinnig gefreut und irgendwie hätte ich auch etwas vermisst, wenn ich von diesem Urlaub kein Fotobuch erstellt hätte. Ganz nebenbei habe ich die Zeit nochmal ganz intensiv nacherlebt, dass Meer gehört, die Wärme gespürt und gestaunt was wir alles erlebt und gesehen haben. Nun ist diese wunderbare Reise konserviert für die Ewigkeit, denn Saal-Digital gewährt auch noch 75 Jahre Farbechtheitsgarantie!


Allen, die jetzt denken, "Ich sollte aus digital auch mal endlich analog machen!" sei noch die Fotobuch Kennenlernen-Aktion von Saal-Digital ans Herz gelegt: 
Bis zum 31.05.2017 könnt ihr ab einem Mindestbestellwert von 24,95 Euro (ausgenommen Versandkosten) 15 Euro für ein Fotobuch sparen! Den Gutscheincode findet ihr *hier*.

Liebe Grüße, Nadine



*Für den Test des Fotobuches habe ich von Saal-Digital eine Vergünstigung von 40 Euro erhalten. 

Kommentare:

  1. Liebe Nadine, ich danke für den ausführlichen Bericht. Ich bin auch immer noch am Suchen nach einer richtig guten Adresse für Fotobücher. Ebenso aber auch nach einem Bildbearbeitungsprogramm, das auf dem Mac gut läuft. Ist Lightroom empfehlenswert? Gehört habe ich darüber noch nicht so viel. Lieben Gruß Verena PS: Das Buch ist wunderschön geworden. Was für eine Arbeit!

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    1. Lightroom ist kein Bildbearbeitungsprogramm in dem Sinne, sondern ein Programm zur Bildverarbeitung und Verwaltung. Übersetzt ist Lightroom so was wie eine "Dunkelkammer" nur eben in digital. Damit entwickelt man aus Rohdaten von Aufnahmen (Raw/NEF Dateien) seine Bilder und passt diese nach dem eigenen Bildstil an. Lightroom verwaltet die Bilder aber auch und legt auf dem Computer ein Archiv an. Auch meine Wasserzeichen und das Verkleinern für die Einbindung von Bildern in den Blog macht mir Lightroom nach der Anlage einer Vorgabe automatisch fertig. Sehr sehr praktisch. Für die wirkliche Bearbeitung würde es dann Photoshop geben, ich mache an meinen Bildern aber nur das minimalste. Beide Programme kriegt man aber über die creativecloud von Adobe als Bundle und zahlt dann einen monatlichen Betrag. Ich weiß nicht, ob es bei littlebluebag im Fotokurs inzwischen auch das Kapitel Lightroom gibt, aber das wäre dann sicherlich etwas für dich. Sowieso kann ich den Kurs nur empfehlen. Die beiden sind spitze!

      Liebe Grüße, Nadine

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    2. Liebe Nadine, vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Lieben Gruß Verena

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  2. Das sieht wirklich richtig SUPER aus! Und jaaaaa, ich weiß WIE viel Arbeit darin steckt!

    Dass man 2 Seiten zufügen kann ist wirklich ein großer Vorteil. Da werde ich evtl. doch mal testen und den direkten Vergleich machen. Denn das ausschließlich 8-seitige Zufügen meines jetzigen Anbieters stört mich schon, obwohl ich mit der Qualität der Ergebnisses bisher recht zufrieden war.

    Lieben Gruß Uschi

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  3. Hej, also ich bin auch ein begeisterter Saal-Kunde. Meine Bilder kommen eigentlich immer so an wie sie auf dem Monitor aussehen.

    Allerdings muss ich dazu sagen das mein Monitor mit einem Datacolor Spyder5 Co­lo­ri­me­ter farbkalibriert ist. Außerdem unterziehe ich meine Fotos vor dem einfügen in die Saal-Software dem Softproof bei Lightroom, natürlich mit dem passenden ICC-Profil das man bei Saal downloaden kann.

    Darum finde ich grade Saal so klasse, denn Saal bietet als einer der wenigen diese Profile an.

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  4. Vielen Dank für Deinen tollen und ausführlichen Bericht über SaalDesign. Ich war so begeistert davon, dass ich diesmal CEWE "fremd gegangen bin" und habe mir mein Fotobuch bei SaalDesign erstellt. Die Lieferung war auch bei mir super schnell ich war soooo begeistert von der Qualität! Ich werde in Zukunft nur noch bei SaalDesign meine Bücher basteln.
    Liebe Grüße
    Conny

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Über Kommentare freue ich mich immer! Danke :-)

Liebe Grüße, Fusselline