Donnerstag, 19. Oktober 2017

Betula - mein neuer Lieblingsschnitt für den Herbst

Ich mag den Herbst. Ich mag die saubere Luft mit dem Geruch von Laub und Kastanien, die bunt gefärbten Bäume, endlich wieder vernünftige Temperaturen zum Laufen und ganz besonders die kuschelige Mode zu dieser Zeit. Was gibt es schöneres, als sich endlich wieder die flauschigen Riesenschals, die fast einer Tischdecke gleichen, um den Hals zu schlagen, die Schultern zu heben und das Gesicht tief darin zu versenken... 



Ohne Kuschelschal verlasse ich in der kalten Zeit selten das Haus. Dazu trage ich am liebsten leger geschnittene, locker fallende Oberteile ohne Kapuze aber mit laaaangen Ärmeln wie die von meinem neuen Betula-Pulli. 

Der Schnitt Betula ist von Fabelwald. Ein Label das mir zugegeben erstmal gar nichts sagte, aber die Bilder des instagram-Profils kannte ich und so stellte sich heraus, dass niemand geringeres als Steffi von "Herzekleid" dahinter steckt. Ihr folge ich in der Tat schon sehr lange, da ich ihre große Liebe für dunkelblau und schlichte Kleidungsstücke teile. Wie mir entgehen konnte, dass sie ein Co-Label hat, eigene Schnitte rausbringt und sogar schon Nähbücher veröffentlicht hat ist mir ein Rätsel, aber ich freue mich total, dass ich nun im Bilde bin und von ihrer kreativen Ader profitieren kann.


Haben die Selbernäher unter euch mal gezählt, wie viele Schnittmuster sie besitzen? Ich habe mal nur die Schnittmuster für Bekleidung genommen und kam grob überschlagen auf 200, in Worten ZWEIHUNDERT! Schnittmuster. Davon alleine 130 Ebooks! Als ich dann überlegte, wie viele ich davon tatsächlich schon mal genäht habe, wurde mir ganz übel...
Ich wäge daher sehr genau ab, ob ich diesen und jenen neuen schnitt wirklich brauche oder ob sich vielleicht auch ein altbewährter neu anpassen lässt. 

An Betula kam ich allerdings wirklich nicht vorbei, denn Schnitte mit Raglanärmeln sind bei mir in der Unterzahl und besonders das Designbeispiel von Sprungfaden, dass ich auch auf dem diesjährigen Lillestofffestival bewundern durfte, hatte es mir angetan.



Der Schnitt ist ein locker-weit sitzender gerade geschnittener Pullover mit unterschiedlichen Ärmel- und Abschlussvarianten. Besonders raffiniert und auffallend sind die geschlitzten Bündchen, die auch ich genäht habe. Lediglich der Ausschnitt mit Beleg ist meine eigene Bastelei. Diesen habe ich mir vom Schnittmuster selbst gezeichnet. 

Den schönen Sweat mit den horizontal verlaufenden Rippen in diesem wunderschönen Herbstfarbton habe ich auf dem Lillestofffestival gekauft. Leider kann ich ihn online nirgends finden und weiß auch nicht wie er heißt. Vielleicht kann mir da jemand helfen? Er ist jedenfalls perfekt für meine Betula und die ist ein absolutes Lieblingsteil.

Liebe Grüße, Nadine

Kurz gesagt:
  • Das Oberteil ist nach dem Schnitt Betula von Fabelwald genäht
  • Inspiration war mir die tolle Betula von Sprungfaden
  • Den Beleg für den Halsausschnitt habe ich mir selber erstellt und ist nicht im Schnitt enthalten
  • Den gerippten Sweat habe ich bei Lillestoff gekauft. Die genaue Bezeichnung weiß ich leider nicht
  • Verlinkt bei RUMS

Montag, 9. Oktober 2017

Sie kann auch Taschen!

 Wer nur zufällig den Weg hier her findet, der wird doch sicher denken, dass ich nur Kleidung nähe. Man muss schon ziemlich weit zurück blättern, um von mir genähte Taschen zu finden. Die kleinen Mäppchen wie die Pythagolas zähle ich da jetzt mal nicht zu. Dabei nähe ich so gerne Taschen, allerdings mit einem ungeheuren Perfektionismus... 

Und der ist Grund für diese sehr spärliche Präsenz von Taschen hier. 



Taschen müssen bei mir Stand haben, griffig und robust sein. Um es auf den Punkt zu bringen, das heißt bügeln, bügeln, bügeln! Das bedeutet schon bei der Stoffauswahl ein besonderes Augenmerk. Denn nicht jeder Stoff ist für das Aufbügeln von Volumenvlies, Schabracke und Co. geeignet, aber nur so ist eine Tasche mehr als ein Stoffbeutel.

Das wusste ich zu Beginn meiner Nähkarriere nicht. Oder besser gesagt, ich habe es ignoriert. Denn als Schülerin mit einem so teuren Hobby wie Nähen taten mir 7-10 Euro pro Meter Bügelvlies zu Stoffen, Reißverschlüssen, Verstellern und Gurtband schon ziemlich weh. Ich merkte jedoch bald, dass diese Stelle zum Sparen die falsche war und seit dem kaufe ich lieber mal etwas weniger oder günstigeren Stoff, als aufs Bügelvlies zu verzichten. 



Für ein Stelldichein mit dem Bügeleisen muss ich trotzdem ziemlich motiviert sein, dass heißt, ich muss von dem gesamten Projekt völlig überzeugt sein. Ansonsten schiebe ich sie ewig vor mir her... Wie die Tasche für meine Patentante, die sie sich schon seit langer, langer Zeit von mir wünscht. 

Ich wusste, dass sie eine bunte Tasche erwarten würde. Ich wusste aber auch, dass sie eine solche nie im Alltag tragen würde. Somit stellte mich die Materialfrage vor eine große Aufgabe, für dessen Lösung ich mir die Zeit nahm, die sie brauchte. Wie lange das war, schreibe ich jetzt besser nicht. Was ich an Stoffen im Regal hatte gefiel mir alles nicht. Lediglich Paspel, Gurtband und Schieber hatte ich für diese Tasche schon gehortet. Immer wieder durchsuchte ich das Regal mit Webware erfolglos nach DEM Stoff, bis ich eine große Rolle mit diesem strukturierten grau und schwarz verwebtem Stoff entdeckte. DER wars! Ab diesem Moment hatte ich die perfekte Tasche für meine Patentante klar vor Augen. Schlagartig brauchte ich braunes Kunstleder passend zum Gurtband, das wenn man es mal braucht, natürlich nicht da ist. Es musste aber unbedingt dieses Leder sein... Ich tat also, was ich schon längere Zeit nicht mehr getan hatte: Stoffläden abklappern. 



Im Stoffladen der Nachbarstadt, wurde ich zum Glück fündig und der Näh-Flow setzte ein... 

Die Schnittwahl schien sie anfangs so leicht, war dann doch nicht so leicht. Prinzipiell sollte die Tasche in der Art wie die "Alles drin"-Tasche von Farbenmix werden, jedoch gefielen mir dort die Proportionen und der eingesetzte Boden nicht. Kann ich nicht eeeeeinmal einen Schnitt nähen, ohne aus ihm doch was anderes zu machen?! - Anscheinend nicht. Ich nahm der kleinen Taschenversion also an Höhe und zeichnete dem Schnitt einen einfachen Boden ein. Ihr wisst schon, der mit den ausgeschnittenen Ecken. Gibts dafür eigentlich eine Bezeichnung für? Dann teilte ich den Schnitt für Leder- und Stoffteil und legte los.


Mit jeder Naht wuchs meine Begeisterung für dieses Projekt. Was mit einer Nähmaschine im Haus alles möglich ist, dachte ich mir so nebenbei. Eine richtige Business-Tasche hing ich mir anschließend über die Schulter. Nur im Inneren fand ich, täte ihr etwas Farbe gut. Dort versteckt sich auch noch ein kleines Geheimfach für Kleinkram. Die Länge der Träger habe ich so gewählt, dass die Tasche einerseits tussimäßig einseitig unter dem Arm getragen werden kann, andererseits aber auch Quer und als normale Seitentasche.

Obwohl ich eher der sportliche Typ bin und kleine Umhängetaschen bevorzuge, hätte ich diese Tasche letztlich selber gerne behalten. Bei der Freude meiner Patentante, die besagte Tasche direkt mit ihrer neuen Lieblingstasche titulierte, konnte ich sie dann aber doch sehr guten Gewissens abgeben, natürlich nicht ohne nochmal darauf hinzuweisen, dass Lieblingstaschen über einen bestimmten Zeitraum hinaus deutliche trage- und Gebrauchsspuren aufweisen ;-)

Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:
  • Der Schnitt basiert auf der kleineren Version der "Alles drin"-Tasche von Farbenmix, allerdings wurden Taschenhöhe und Boden abgeändert. 
  • Für den genannten Stand sorgen Freudenbergs H250 aufgebügelt auf der linken Seite vom Außenstoff und H630 aufgebügelt auf der linken Seite vom Futterstoff.
  • Stoff, Bügeleinlagen, Paspel und Kunstleder habe ich vor Ort gekauft.
  • Gurtband und Metallzubehör wurde mir von Snaply zur Verfügung gestellt.

Mittwoch, 4. Oktober 2017

"Einhörner mag ich nicht!" - Die Weste


Im letzten Post habe ich von der Einhorn-Kollektion erzählt, die ich für mein Lieblingsmädchen nähen wollte, die aber nicht auf Gegenliebe traf. Nun passen die Teile meiner kleinen Freundin Yvi und so habe ich heute nochmals einen Flashback für euch.

Wir sind im Jahr 2013 und wer Kindersachen näht, näht Farbenmix!
In diesem Jahr erschien dort der Schnitt für die pfiffige Mädchenweste "Viktoria". 

Neulich kam mir zu Ohren, dass die Nähmamis von heute Farbenmix gar nicht mehr kennen würden?! Ich hoffe dem wirke ich hier regelmäßig ein bisschen entgegen, denn Farbenmix hat wirklich schöne und vor allem kindgerechte Schnitte für Anfänger bis hin zu den Könnern. Kaum ein anderer Shop hat beispielsweise mehr Auswahl an Schnittmustern für Jacken, Mäntel und Westen, sowohl für Jungs als auch für Mädchen! Und der große Farbenfix-Vorteil: Ihr wisst nicht, ob ihr euch einen bestimmten Schnitt zutraut? Die Anleitungen zu den Farbenmix-Papierschnitten könnt ihr euch bereits vor dem Kauf online ansehen und klappt es so gar nicht, schreibt ihr eine Email und bekommt schnell fachkundigen Rat. 


Ich fand den Schnitt einsame spitze und da ich noch etwas Microplüsch und Taslan (ein wasserabweisender Baumwollstoff) im Regal hatte, sollte die Weste Teil der geplanten Einhorn-Kollektion werden.

Die komplizierte Verbindung von Außenstoff und Innenfutter, die bei vielen Westen-Schnittmustern für einen ordentlichen Knoten im Kopf sorgt, wird bei der Viktoria-Weste von vorn herein übergangen und die Armausschnitte eingefasst. Obwohl die Weste an sich schon eine schöne Form hat, kann sie im Rücken mit Bindebändern noch beliebig tailliert werden. 



Da das Lieblingsmädchen ja schon bei dem Kuschelpulli verweigerte, blieb es damals bei diesen beiden Kleidungsstücken. Yvi kann davon zum Glück nicht genug kriegen und so erweitere ich ihr diese Kollektion von Zeit zu Zeit. Ein puff-pinkes Plüschteil muss ich euch auch unbedingt noch zeigen und wenn es nach Yvi geht, dann näht ihr Kindermädchen ihr auch noch eine Winterjacke - natürlich mit Einhörnern!

Liebe Grüße, Nadine

Kurz gesagt:

  • Alle Infos zum Pulli und was es mit "Einhörner mag ich nicht!" auf sich hat, erfahrt ihr im Post zuvor.
  • Die Weste ist genäht nach dem Schnitt "Viktoria" von Farbenmix (Genähte Größe 122/128 bei Körpergröße 116cm)
  • Als Außenstoff habe ich Taslan verwendet, das Futter ist Microplüsch
  • Wo ich die Materialien gekauft habe, weiß ich leider nicht mehr
  • Die Stickdatei für die Stickereien habe ich bei Kunterbuntdesign gekauft

Samstag, 30. September 2017

"Einhörner mag ich nicht!" - Der Kuschelpulli

 

Als Susanne von Hamburger Liebe 2013 die ersten "Lenis Dream"-Stoffe vorstellte, war es um mich geschehen. Auch bei meinem Lieblingsmädchen würde ich damit sicher punkten, dachte ich, orderte ein paar Meter Mädchentraum-Stoff und begann im Kopf eine ganze Kollektion zu nähen. 

Den Anfang machte ein Kuschelpulli nach Lina von Ki-ba-doo samt Kragenerweiterung. Das Ganze eine Nummer größer zugeschnitten, als das Lieblingsmädchen damals trug, da der Schnitt ja eigentlich für dehnbare Jerseys und nicht für Sweat ausgelegt war. Genau genommen war dies nicht meine Idee. Sarah von Mädchenkram hatte ihrer Tochter, der wir dieses wunderbare Design überhaupt zu verdanken haben, nämlich genau so einen Pulli genäht. Da mein Lieblingsmädchen damals gerade die "Ich bin jetzt Schulkind und ab sofort cool"-Phase durchlebte, war ich der Überzeugung mit den sparsam gesetzten Einhorn-Aktzenten auch bei ihr einen Volltreffer zu landen. 


Ich also in großer Hoffnung im nächsten Moment den Titel "Weltbeste Lieblingsnachbarin" abzustauben, wurde jedoch mächtig enttäuscht. "Einhörner mag ich nicht!", sagte das Lieblingsmädchen und ich wusste, verhandeln hilft da nicht. Ich nahm den Pulli also wieder mit ins Nähzimmer wo er fortan auf seinen großen Auftritt wartete. 

Glücklicherweise lernte ich zwischenzeitlich aber den wohl größten Einhorn-Fan kennen. Anfang des Jahres habe ich sie euch hier schon mit ihrem magischen Geburtstagskleid vorgestellt. Vier Jahre nachdem ich den Pulli genäht hatte, wuchs Yvi endlich in die Teile der Einhorn-Kollektion und diesmal sollte die Arbeit belohnt werden.


So wurde ich damit zwar nicht zur "Weltbeste Lieblingsnachbarin", dafür aber Kindermädchen mit den "besten Kindersachen ever after".

Liebe Grüße, Nadine

Kurz gesagt:
  • Schnittmuster ist "Lina" von Ki-ba-doo
  • die Kragenerweiterung findet ihr bei Claudi im Blog
  • Aus Sweat solltet ihr mindestens eine Nummer größer nähen! (Yvi trägt aktuell Gr. 116, die Lina ist eine Gr. 134/140 und wächst noch eine Weile mit)
  • Der wunderbare Einhorn-Jersey ist nach dem Design von Hamburger Liebe und leider nur noch schwer zu bekommen. Wenn jemand noch welchen abgeben mag, Yvi würde sich freuen! -> Email an mich!
  • Die passende Stickdatei habe ich bei Kunterbuntdesign gekauft

Donnerstag, 21. September 2017

Blusen-Nähliebe

Noch zwei einhalb Wochen, dann ist es wieder vorbei mit dem Lotta-Leben und dem sanften Start in den Tag. Ich habe diese vorlesungsfreie Zeit genossen wie noch nie und werde sie auskosten bis zur letzten Sekunde. Den Anfang machte eine große Aufräum-Aktion im Nähzimmer. 4 Tage hatte ich mich dort nahezu verbarrikadiert. Wo endlich wieder alles an seinem Platz ist und mein Zuschneidetisch dank riesiger Platte nun auch wirklich einer ist (Nie mehr Bodenarbeiterin!), bekam ich direkt wieder Lust mich dort auszutoben. 

Neben vielen kleinen Projekten konnte ich endlich auch ein großes Projekt von meiner Nähliste streichen: Eine Karo-Bluse wie die von Danie, in die ich mich unsterblich verliebt hatte!



Anfang Mai habe ich hier voller stolz meine erste, selbstgenähte, richtige Bluse gezeigt. Ja, so ein Projekt ist schon etwas anderes als der x-te Pulli den ich mir sonst mal Abends nähe, wenn ich verdrängt habe, rechtzeitig die Waschmaschine anzustellen...

Das fängt schon beim Zuschnitt an. Vorwaschen ist das oberste Gebot bei so einem Projekt! Ich wasche längst nicht alle Stoffe vor, aber tagelanges nähen, ein perfektes Ergebnis in den Händen halten und nach der ersten Wäsche nicht mehr tragen können ist so richtig blöd. Aus Fehlern lernt man.


Als Schnitt habe ich wieder die "Nameless Bluse" von Sewera verwendet. Der große Vorteil gegenüber der viel erwähnten Cheyenne Tunika ist der unkomplizierte Zuschnitt und die logisch aufgebaute Anleitung. Auch bei der Namelessbluse muss man den ein oder anderen Schritt vor der Ausführung langsam durchdenken, aber ich muss nicht ständig darüber nachdenken, wo ich mit welcher Nahtzugabe zuschneiden und nähen muss. Das schreckte mich nämlich von der Cheyenne Tunika ab, auch wenn die dank "Wiener nähten" von innen noch einen Tacken hübscher ist, als meine, die nur mit der Overlock versäubert und abgesteppt ist. 

Die Passform der Nameless Bluse ist toll, lediglich die Ärmellänge sollte unbedingt überprüft und ggf. angepasst werden. Mir wären ein ganzes Stück zu kurz gewesen. Für mich habe ich Größe 32/34 genäht. 

Das Nähen ging schon wesentlich schneller als bei meiner ersten Bluse. Ganz ohne Nahttrenner kam ich aber auch diesmal nicht aus. Man muss schon ganz genau und Schritt für Schritt nach der Anleitung nähen, trotzdem finde ich, dass sich jeder der gerade Nähte nähen kann in der Lage ist, so ein Projekt umzusetzen. Es erfordert Ausdauer und Präzision, aber es ist kein Hexenwerk. 


Mir hat das Entstehenlassen der Bluse jedenfalls wieder richtig Spaß gemacht und ich freue mich wahnsinnig über das tolle Ergebnis. Mit der kleinen Stick-Applikation ist sie obendrein noch Oktoberfest tauglich. Fürs Nähen eines Dirndls bin ich nämlich auch in diesem Jahr zu spät dran... aber irgendwann, irgendwann nähe ich mir auch ein richtiges Dirndl!

Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:
  • Die Bluse ist genäht nach Schnitt und Ebook "Nameless Bluse" von Sewera
  • Die Stick-Applikation ist aus der "Alpenschick"-Stickserie von tinimi
  • Stoffe und Zubehör habe ich allesamt vor Ort gekauft
  • Baumwollstoffe vor dem Vernähen zu Hemd und Bluse UNBEDINGT vorwaschen!
  • (Verlinkt bei RUMS)

Donnerstag, 14. September 2017

Ein Familien-Taufkleid


Am Sonntag wurde die kleine Feldmaus getauft. In dem wunderschönen Leinen-Taufkleid, in dem auch schon ihre große Schwester vor knapp 2,5 Jahren getauft wurde und das ich der Familie damals genäht habe. 

Eigentlich gibt es in unserer Gemeinde ein Taufkleid, dass für die Taufen genutzt wird. So braucht nicht jede Familie ein Taufkleid anschaffen, welches im Gottesdienst doch nur kurz aufgelegt wird. Natürlich sinnvoll, aber ich wollte doch unbedingt ein Taufkleid nähen... 


Als ich noch zur Schule ging besuchten wir das Kloster Dahlheim in dessen Museum ein wertvolles Leinen-Taufkleid hing. Dieses war übersät mit den eingestickten Namen und Daten der Täuflinge, die dieses Kleid getragen haben. Ich kann mich nicht mehr genau daran erinnern, warum wir eigentlich dort waren, aber dieses Kleid habe ich immer noch vor Augen.

Die Taufe der großen Feldmaus rückte damals näher und ich fragte nochmals, ob ich wirklich kein Taufkleid nähen soll und da fand auch unsere Graurosamama, dass es vielleicht doch ganz schön wäre ein Kleid in der Familie zu haben - Na also!
Zum Glück waren wir uns ziemlich einig, wie das Kleid werden sollte. 
In der Ottobre 1/2014 fanden wir einen Schnitt der uns beiden zusagte. Ein klassisches Leinenkleid mit Biesen und Bubi-Kragen sollte es werden. 



Dass Ottobre-isch oft schwer zu verstehen ist wusste ich ja, aber beim Nähen der Biesen war ich mir nicht mehr so sicher, ob ich jetzt an mir oder an den schwedischen Schnitterstellern zweifeln sollte...
Letztlich habe ich zig mal am Schnitt nachgemessen, dann nur noch das Prinzip übernommen und unserem Kleid die Biesen verpasst. Als Eyecatcher bekam das Kleid einen Lochsaum, durch den Schleifenband gezogen werden kann. 

Da die Kleider bei uns auch nur übergelegt werden, kann unser Kleid hinten über die gesamte Länge geknöpft werden. So wurde es in den Gottesdiensten zumindest halb angezogen und dann für die anschließenden Familienfotos mit Täufling einfach geschlossen. 


Ich finde es total schön wenn ich unseren Nachbarsfamilien solche Dinge nähen, und sie auch fotografisch immer wieder begleiten darf. Irgendwann werden sich die große und die kleine Feldmaus Fotos ihrer Kindheit anschauen, die ich eingefangen habe und sich in Kleidungsstücken sehen, die ich für sie angefertigt habe. Wenn sie dann einmal selbst Kinder haben, werden sie diese vielleicht sogar in dem Kleid taufen lassen, dass ich zu ihrer Taufe genäht habe. So haben wir uns das jedenfalls überlegt, die Graurosamama und ich. 

Jedes Kind, das mit diesem Kleid getauft wurde soll, wie das Kleid im Museum, mit einer Stickerei im Kleid verewigt werden und dies damit zu einem richtigen Familienschatz werden. Mit der Taufe der kleinen Feldmaus finden sich nun schon zwei Stickereien auf dem Kleid und ich hoffe, es kommen noch einige hinzu.

Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:



  • Der Schnitt zum Taufkleid ist aus der Ottobre 1/2014.
  • Das Zuschneiden und Nähen der Biesen war typisch ottobre-isch schlecht erklärt.

Donnerstag, 7. September 2017

Häkel-Esel Kasimir


Ich habe es ja gesagt, einmal dem Häkeltier-Wahn verfallen, kann man nicht mehr aufhören kleine Wesen zu erschaffen und so erblickte auch Kasimir das Licht der Welt. 

Kasimir ist nach der kostenlosen Anleitung von Hobby uncinetto gehäkelt, die Vanni Vanilla ins deutsche übersetzt hat. Der kleine Esel war schon etwas aufwändiger, als das Amigurumi-Einhorn von neulich, aber auch in wenigen Stunden gehäkelt. Das schöne an diesen Tieren ist, dass sie fast ausschließlich mit festen Maschen gehäkelt werden und sich so nahezu blind häkeln lassen. 



Kasimir ist fast 20cm groß und war mein Travelbuddy bei meinem Trip nach München.
Davon werde ich noch berichten.

Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:

Montag, 4. September 2017

Symbolhaftes Taufgeschenk


Ich habe wohl jetzt das Alter erreicht, wo der überwiegende Freundeskreis aus Pärchen besteht. Nicht nur, dass nun Standart ist "+1"-Einladungen auszusprechen, einige Partner gehören inzwischen so sehr dazu, dass sie einfach in den Freundeskreis integriert wurden.

So ist das auch bei Marina und Tim, die ich unglaublich gerne habe. Deshalb habe ich beim "Ich nähe nur noch für uns" auch mal eine Ausnahme gemacht. Nicht zuletzt, weil die beiden immer die schönsten Geschenk-Ideen ausarbeiten... 



Tim ist gestern Patenonkel vom kleinen Jonas geworden und die beiden hatten ihre kreativen Hirnzellen mal wieder ordentlich in Gang gesetzt. Sie hatten sich überlegt, dass Jonas von seinem Patenonkel einen Gutschein für den ersten Schulranzen bekommen soll, symbolisiert durch einen Rucksack fürs Turnen oder Wechselzeug und der darin enthaltenen Erstausstattung fürs Frühstück außer Haus (Trinkflasche und Brotdose).

Den Turnbeutel Rucksack für dieses tolle symbolische Geschenk durfte ich dann nähen, im Wunsch der beiden mit einer Applikation von Jonas Lieblings-Pinguin drauf. 


Den Pinguin hätte ich eigentlich aus Flex-Folie plotten und aufbügeln wollen, jedoch fiel mir zu spät auf, dass ich dann nicht nur schwarze und weiße Folie bräuchte, sondern eben auch gelbe für Schnabel und Füße... Daher holte ich abermals und ganz klassisch das Vliesofix hervor und applizierte den ausgesuchten Pinguin kurzerhand. So wirkt er fast plastisch und ich glaube noch viel besser als das mit Flex-Folie der Fall gewesen wäre.

Das Geschenk war natürlich ein Knaller. Marina berichtete mir noch am Abend wie süß Jonas doch ausgesehen habe, als er mit seinen tapsigen ersten Schritten an den Händen aber mit Rucksack auf dem Rücken herum lief. Da habe ich mich gleich nochmal mit gefreut.

Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:
  • Der Turnbeutel ist 26x34cm groß und ich habe keinen Schnitt dafür.
  • Der Pinguin ist nicht geplottet, sondern klassisch appliziert.
  • Der Boden des Rucksacks ist aus Kunstleder.
  • Die Stoffe habe ich allesamt aus unserem Stoffladen vor Ort.

Montag, 28. August 2017

Amigurumi-Einhorn


Ich kann wahnsinnig schlecht nichts tun. Ganz ehrlich, ich bewundere sogar die Menschen, die es schaffen sich 90 Minuten voll auf einen TV-Film konzentrieren zu können ohne dabei noch etwas nebenher zu machen. Bei mir ist das oft die Zeit in der ich neue Blogposts schreibe, durch Pinterest stöbere oder eben mal wieder zur Häkelnadel greife.

Eine liebe Freundin von mir hatte vor einiger Zeit die Anleitung für ein gehäkeltes Einhorn entdeckt. Obwohl sie von diesem Einhorn-Trend eigentlich genauso wenig hält wie ich, fand sie dieses unglaublich niedlich und wünschte es sich von mir.


Nun würde ich sagen, dass ich inzwischen und nach zwei Sternenhäkeldecken ganz gut häkeln kann, bei diesem Projekt stellte ich jedoch fest, eher fürs gröbere. Himmel, hab ich mir beim häkeln des Einhorns fast die Finger gebrochen... Nur 9 cm groß ist das fertige Einhorn, gibt damit aber bestimmt einen tollen Glücksbringer für meine Freundin ab und irgendwie hat dieses kleine Wesen auch mein Herz erobert. Im Gegensatz zu so Großprojekten wie den Häkeldecken ist so ein kleines Tier aber auch an einem Abend umsetzbar und so hat man schnell was in der Hand. Es wird wohl nicht mein letztes Amigurumi gewesen sein.

Liebe Grüße, Nadine 


Kurz gesagt:
  • Die Anleitung findet ihr hier.

Donnerstag, 24. August 2017

So einen will ich auch: Julika als Zweiteiler


Wenn Frau Nachbarin ihren Julika-Overall aus dem letzten Post für den Urlaub haben wollte, wo wäre dann ein besserer Ort für Fotos? - Natürlich dort. Am Strand. Vor den Dünen!
"Du kommst uns dann einfach besuchen!", hatte Frau Nachbarin gesagt und ich weiß nicht wie ernst sie das in diesem Moment meinte, aber genau so habe ich es gemacht. 

So fuhr ich letzte Woche los. Ich hatte 5 Tage Zeit, ein vollgetanktes Auto und eine Playlist mit dem Titel "Unterwegs". Aus der Idee meine Nachbarn zu besuchen wurde mein erster Roadtrip. 


Frau Nachbarins Julika-Overall fand ich ja schon toll und irgendwie gefiel mir die Idee, dass wir beide eine Julika am Strand tragen könnten. Ich entschied mich wegen des doch nahenden Ende des Sommers aber gegen einen Overall und damit dafür, Julika als Zweiteiler zu nähen. Zumindest die Shorts würde ich dann noch so zum schlafen weiter tragen können und überhaupt lässt sie sich dann auch mal mit einem anderen Oberteil kombinieren. 

Schon lange lag der blaue Jersey mit dem sanften Birdy-Druck nach dem Design von hamburgerliebe zusammen mit dem dunkelblauen Uni-Jersey in meinem Regal. Für mich war immer klar, die beiden Stoffe zusammen zu vernähen. Warum kann ich gar nicht genau sagen. Vernäht als Julika-Zweiteiler haben sie nun endlich ihre rechte Bestimmung gefunden.



Vor der Jersey-Shorts hatte mich ein wenig gescheut. Nicht weil sie schwierig zu nähen sei, sondern eher weil ich befürchtete, dass sie mir durch die Falten doch zu luftig weit an den Beinen wäre. Aber alles war unbegründet. Sie gefiel mir schon bei der ersten Anprobe sehr. Ich habe sogar schon einige Varianten aus festen Stoffen gesehen. Das werde ich für den nächsten Sommer auch nochmal probieren.

Beim Oberteil habe ich nicht ganz mitgedacht. Da ich ein separates Shirt genäht habe, hätte ich auf den rückwärtigen Schlitz verzichten können. Dieser wird ja eigentlich nur benötigt um von oben in den Overall schlüpfen zu können. Auf die von mir im letzten Post angesprochene Knopfleiste war ich natürlich erst gekommen, nachdem mich auch an meinem Oberteil das aufklaffen des Schlitzes störte.

Was mir wirklich sehr gefällt ist, dass bei nach innen geschlagenem Bund des Oberteils gar nicht auffällt, dass es sich um einen Zweiteiler handelt. Das Oberteil fällt dann genauso locker wie bei Frau Nachbarins Overall. 


Und weil es so eine verrückt schöne Aktion war, darf ein Bild dieses wahnsinnigen Sonnenuntergangs nicht fehlen. Frau Nachbarin und ich saßen mit unseren Juliakas Barfuß im Sand und tranken mangels Bechern Sangria aus Limo-Dosen während die Sonne ganz allmählich ins Meer tauchte...  Wenn ich so daran zurückdenke bekomme ich gleich wieder Fernweh aber das schöne ist, nach der Heimkehr ist vor der nächsten Reise.

Liebe Grüße, Nadine 


Kurz gefasst:

  • Der Schnitt Julika von Prülla bietet die Möglichkeit einen Ein- oder Zweiteiler mit langer oder kurzer Hose zu nähen.
  • Julika ist (auch als Kinderschnitt) bei dawandamakerist, im Shop von Stoffbüro und auf englisch bei nähconnection erhältlich.
  • Wird das Oberteil als solches genäht, kann auf den rückwärtigen Schlitz eigentlich verzichtet werden.
  • Die Stoffe liegen schon lange in meinem Regal, der blaue Birdy-Stoff heißt "Fly Bird fly" und ist aus einer älteren Kollektion von hamburgerliebe und Hilco.
(Post verlinkt bei RUMS)

Montag, 21. August 2017

Frau Nachbarins Herzenswunsch: Julika als Einteiler


Es ist kein großes Geheimnis, dass ich gern für meine Nachbarskinder nähe und inzwischen besitzt auch Frau Nachbarin einige von mir genähte Teile. Oft bekommen Kleidungsstücke die mir nicht mehr so gefallen oder bei denen ich mich in der Passform vergriffen habe, bei ihr eine zweite Chance. 

Manchmal, und dies tritt besonders bei den Schnitten von Danie /Prülla auf, bekomme ich aber auch konkrete Nähwünsche von ihr. So musste ich schon ran als Danie den Jerika-Mantel raus brachte. Kaum zeigte Danie letztes Jahr ihren Schnitt Julika, wurde meine Nähliste wieder länger... 





 Frau Nachbarin hatte sich also verliebt. Es sollte unbedingt ein Einteiler werden. Das sei so bequem, toll für den Garten und vor allem für den geplanten Urlaub. Das ganze habe ja auch noch Zeit und eile überhaupt nicht. Wer mich kennt weiß, wie das endet ;-)

Nun gut, als könne ich ihr diesen Wunsch abschlagen. Mit fast einem Jahr Vorlauf sollte das zu schaffen sein. Ich habe sie also erstmal mit so leidigen Aufgaben wie Schnittmuster zusammenkleben und sich Gedanken um die Stoffwahl machen sollend abgespeist. Dies schien eine schwere Aufgabe zu sein. Zig Stoffe fand sie und zeigte sie mir, aber DER Stoff war nicht dabei. Schließlich fuhren wir im Mai dieses Jahres mal gemeinsam zu unserem Stoffladen um das Projekt mal etwas voran zu treiben. Kaum fünf Minuten vergingen, da hatte sie den beigefarbenen Stoff mit einem Millefleur-Muster entdeckt. Wir fanden dazu noch einen passenden Uni-Stoff und wenig später lag ein Haufen Stoff und damit ein bisschen Arbeit in meinem Nähzimmer...


Irgendwie schien ich geahnt zu haben, dass dieses Projekt nicht mal eben abzuhaken ist. Nähe ich für mich, weiß ich, an welchen Stellen ich die Passform für mich optimieren muss. Nähe ich für andere bedeutet das oft mehrere Anproben und damit Unterbrechungen meines Workflows, wenn ich ihn denn mal gefunden habe. 

Ich habe also über Wochen immer mal wieder an Frau Nachbarins Herzenswunsch genäht, Anproben vereinbart und Änderungen ausgeführt, bis Frau Nachbarin mit ihrer Julika endlich in den geplanten Urlaub fahren konnte. Das der Overall natürlich erst beim Packen des Wohnwagens fertig war, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber ;-) 



Frau Nachbarin hat ein Hohlkreuz. Somit hatte sie nach Schnittmuster genäht viel zu viel Stoff im Rücken und auch am Bauch hing für unseren Geschmack bei ihr zu viel Stoff. Im Rücken habe ich deshalb fast 15cm Stoff weggenommen und nach vorne hin auslaufend auch nochmal einige Zentimeter, bis es uns zusagte. Dass der Schnitt jedoch prinzipiell passt, zeige ich euch beim nächsten mal, denn natürlich blieb es letztlich nicht nur bei dieser Julika. 

Ein bisschen stören tut mich das gebundene Rückenteil. Dies klafft für meinen Geschmack zu sehr auf, ist für das Anziehen als Overall aber unerlässlich. Ich denke hier würde sich eine richtige Knopfleiste besser machen. 


Frau Nachbarin ist trotzdem sehr zufrieden mit ihrem "Schatz" und hatte schon Sorge, dass ich auf den Bildern etliche Flecken retuschieren müsse, weil sie ihn bereits so oft getragen habe. Naja und wenn, dann ist das doch ein gutes Zeichen: Er wird geliebt.

Liebe Grüße, Nadine


Kurz gesagt:
  • Der Overall ist nach dem Schnitt Julika von Prülla genäht. Er ist (auch als Kinderschnitt) bei dawandamakerist, im Shop von Stoffbüro und auf englisch bei nähconnection erhältlich.
  • Um ein Hohlkreuz zu berücksichtigen, habe ich vor allem im Rücken einige Zentimeter Stoff weggenommen.
  • Statt dem gebundenen Verschluss auf dem Rücken würde ich zukünftig eine Knopfleiste arbeiten.
  • Die Stoffe wurden vor Ort gekauft.
  • Aussi `Sookie´fand das Shooting Bombe und nutzte Frau Nachbarins kurze Unaufmerksamkeit um die Bällchen anderer Hunde zu mopsen.

Donnerstag, 17. August 2017

Frischer Wind für die Wohnecke


Wenn der Sommer wieder eine kleine Pause einlegt ist mir direkt nach kuscheligen Sofa-Tagen. Auch wenn es bei uns eigentlich immer recht muckelig ist, richtig gemütlich ist es erst in einer Decke eingekuschelt und mit ordentlich Kissen drum herum. Seit ich studiere sind diese Schlunztage, wie wir sie nennen, viel zu selten geworden, denn richtig abschalten kann ich eigentlich erst, wenn mir nichts mehr im Rücken hängt.

Trotzdem waren die Happy-Kissen, die ich zu unserem Einzug genäht hatte, vom vielen Waschen auf und mir nach etwas neuem. 


Als ich Anfang März mal wieder zu Besuch bei Uschi am Niederrhein war, haben wir einen Abstecher über die Grenze zu Karteris in Nimwegen gemacht. In der Stoffhalle gab es zu dieser Zeit eine große Aktionsfläche mit Dekostoffen. Dort fiel mir der eisblaue Stoff mit dem geometrischen Muster passend zu unserer Wand im Wohnbereich direkt ins Auge. Als es dann noch farblich passenden Waffelpique und Microplüsch gab, stand der Plan: Unsere Wohnecke kriegt ein Makeover.


Als damals die ersten Fluffy Stars-Plüschstoffe von Swafing und Farbenmix raus kamen, bekam mein alter Herr daraus eine Kuscheldecke, dessen Kanten ich lediglich noch mit einem Binding (Die Stoffeinfassung) und mein Triangel-Quilt aus den Happy-Stoffen bekam eine Rückseite aus Microplüsch. Auch wenn meine Sternenhäkeldecke natürlich ein optisches Highlight auf der Couch ist, wir lieben die Microplüsch-Decken, da sie so leicht sind und wenn die Happy-Decke mit den Kissen in mein Zimmer umziehen sollte, musste auch eine neue Kuscheldecke aus Microplüsch her.

2m Plüsch zu kaufen und mal volle Breite als Kuscheldecke zu wählen ist natürlich unspektakulär. Es sei denn, man kommt auf die fantastische Idee, das Binding diesmal per Hand anzunähen, wie es z. B. Andrea von der Quiltmanufaktur erklärt. Drei Abende brauchte ich für 7m Matratzenstiche, aber das Ergebnis macht aus dem einfachen Stück Microplüsch doch etwas besonderes und hat sich, wie ich finde, echt gelohnt.  


Unserer Leni ist natürlich völlig egal, was für Kissen und Decken auf der Couch liegen. Hauptsache ihre Menschen sind da und haben bestenfalls keine Kamera in der Hand, sondern die Hände fürs kraulen frei. 

Liebe Grüße, Nadine

Kurz gesagt:
  • Dekostoffe, Waffelpique und Microplüsch von Karteris in Nimwegen (NL)
  • Das Binding der Decke habe ich nach der Anleitung von der Quiltmanufaktur gearbeitet und per Hand angenäht
  • Wir lieben die Decken aus Microplüsch, weil sie so leicht und anschmiegsam sind